Konnichiwa minna-san!
Viel ist geschehen in der Zeit seit dem letzten Beitrag in diesem Blog - Umzugsorganisation, Visabeschaffung, Kurzurlaub, Zelte hier abbrechen und neue in Tokyo aufbauen. Aber der Reihe nach:
Vor ein paar Wochen kam ein hochoffizieller und von uns sehnlichst erwarteter Brief vom RIKEN an, in dem sich die nötigen Unterlagen für die Beantragung eines dreijährigen Arbeitsvisums für 男の蛸 und Begleitvisa für 女の蛸 und 子蛸 befanden: drei Certificates of Elegibility (CoE) und ein Einladungsschreiben vom RIKEN. Die CoE werden vom japanischen Arbeitgeber beantragt und vereinfachen für den Antragsteller (also für uns...) das Visa-Prozedere erheblich. Zusätzlich muss man natürlich noch entsprechende Antragsformulare, die vom japanischen Konsulat online zur Verfügung gestellt werden, ausfüllen, was vielleicht eine Stunde benötigt, aber nicht weiter schwierig ist. Leider haben die Japaner Deutschland bezüglich der Zuständigkeitsbereiche eindeutig auf die Konsulate verteilt - was für uns bedeutet, dass wir für die Visa nach München fahren mussten (wir leben halt in Süddeutschland...). So sind wir also noch zu einem netten Kurzurlaub am Nordrand der Alpen gekommen, inklusive Ausflügen auf die Zugspitze und in die Höllentalklamm nahe Grainau. Auf dem Konsulat sagte man uns zwar, die Bearbeitung der Visa würde sieben Werktage dauern, es ging dann aber doch in vier, nachdem wir unsere Situation (lange An- und Abreise) dargelegt hatten. 子蛸 hat natürlich wieder alle um den kleinen Finger gewickelt - und im Konsulat einen Rediergummi in Kürbisform geschenkt bekommen, den sie seitdem wie ihren Augapfel hütet.
Unabhängig (ähm...oder doch abhängig...*?*) davon haben wir einen Container für den Umzug organisiert und sind seitdem dabei, alles schöne säuberlich und sicher in entsprechende (und auch endlich gelieferte) Kartons zu verstauen. Kartons für solche Containerumzüge sind deutlich stabiler als normale, im Baumarkt erhältliche Umzugskartons, da sie in der Regel größeren Belastungen (z. B. beim Verladen des Containers auf das Schiff) ausgesetzt sind. Gepackt sollten sie so werden, dass der Inhalt einen Sturz des Kartons aus ca. einem Meter Höhe unbeschaded übersteht. Ist nich so einfach.
Der Umzug wird ansonsten teuer. Wir haben das Volumen auf 12 Kubikmeter geschätzt (kommt wohl auch etwa hin) - und das kostet dann auch gleich mal 5000 Euro. Interessanterweise, und da waren sich auch alle Firmen, die uns Angebote geschickt haben, einig, entfällt die Hälfte dieser Kosten auf den Transport des Containers vom Seehafen Yokohama zum Zielort und das Auspacken dort. Verstehen wir nicht, ist aber wohl so...
So, und jetzt werden noch ein paar Kartons eingepackt!
Sayounara,
Eure
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